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Pressespiegel:

St. Jöris, 28. Februar 2020

Baustart für 57 Häuser im Sommer?

St. Jöris: Neubaugebiet könnte auch dazu beitragen, dass Kreisverkehr an Aachener Straße schneller kommt
Wir zitieren die Eschweiler Nachrichten / Zeitung vom 28.02.2020 (Von Carsten Rose)

St. Jöris steht kurz davor, am südlichen Ortseingang um 57 Häuser zu wachsen. „Ich hoffe, dass die Arbeiten dort ab Sommer losgehen“, sagt Eschweilers Technischer Beigeordnete Hermann Gödde und meint damit das geplante Baugebiet Merzbrücker Straße/Am Golfplatz. Die Verwaltung wird mit den Plänen privater Investoren in die erneute Offenlage gehen, wenn der Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss am Donnerstag, 5. März, grünes Licht gibt – was eigentlich reine Formalität sein sollte. Im Juni steht dann der letzte nötige Beschluss aus für den Bau von 29 Einfamilienhäusern und 28 Doppelhaushälften. Dann ist ein Prozess abgeschlossen, der bereits 2010 begann, nachdem das Baugebiet vom Georgsweg/Am Burgbusch an die Merzbrücker Straße verlegt wurde.

Archäologische „Konfliktfläche“

Das geplante Neubaugebiet grenzt im Osten an den Golfplatz der Haus Kambach GmbH & Co. KG. Während der frühzeitigen Offenlage der Pläne wandte sich ein Mitgesellschafter im November 2017 an die Stadt mit der Bitte, zwischen den neuen Wohnhäusern und der Golfanlage „zum gegenseitigen Schutz“ einen bepflanzten Lärmschutzwall aus dem anfallenden Aushub zu errichten. Den Vorschlag lehnt die Stadt jedoch ab. Dieser Lärmschutz sei „unnötig und nicht umsetzbar“, da der dafür angedachte Wirtschaftsweg weiter als solcher benutzt werde. Abgesehen von dem beschriebenen Einwand liegen der Verwaltung nur zwei weitere Schreiben von Bürgern vor, die sich jeweils auf den Abstand zweier Parzellen zueinander beziehen – die Verwaltung hat den Bebauungsplan den Einwänden entsprechend geändert.

Die Arbeiten werden im südlichen Bereich des Baugebietes von einer archäologischen Fachfirma begleitet, weil sich dort nach Untersuchung des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege eine sogenannte Konfliktfläche befindet. In diesen Bereichen sind unter Umständen mit Überresten einer römischen Siedlung zu rechnen. Nicht unweit von St. Jöris entfernt auf Röher Gebiet waren im September Archäologen damit beschäftigt, ähnliche Funde zu sichern, bevor die Zeelink-Trasse dort verlegt wurde.

An der Südgrenze des Baugebietes wird eine zentrale Fläche für die Versickerung von Niederschlagswasser ausgewiesen. Denn die involvierten Behörden sind zu dem Schluss gekommen, dass der westlich gelegene Merzbach die Wassermasse nicht aufnehmen kann. Also müssen die Niederschlagsmengen nach der Versiegelung der aktuellen Ackerfläche woanders ins Erdreich gelangen.

Abgesehen davon, dass die Einwohnerzahl von St. Jöris auf knapp 1000 ansteigen wird, könnte das Neubaugebiet Politik und Verwaltung noch anderweitig in die Karten spielen. Prognosen besagen, dass der Verkehr am Ortseingang um rund 350 Fahrzeuge zunehmen wird (Rechnung: 1,5 Pkw pro Haus, vier Fahrten pro Tag). Das bedeutet: Auch der Verkehr an der Kreuzung Aachener Straße/Merzbrücker Straße wird voraussichtlich zunehmen. Zwar sind dort im Juli 2019 nach einem tödlichen Unfall im Juni 2018 weitere Hinweisschilder aufgestellt worden – jedoch drängen Politik und Stadt auf einen Kreisverkehr. Dieser Wunsch steht im November auf der Agenda des Regionalrates, der über solche Maßnahmen entscheidet. „Die Erschließung des Baugebietes und der damit grundsätzlich verbundene zunehmende Fahrzeugverkehr tragen sicherlich dazu bei, die Umgestaltung in einen Kreisverkehrsplatz weiter nach vorne bringen zu wollen“, teilte Sascha Engels vom Eschweiler Ordnungsamt am Donnerstag auf Anfrage mit. „Es ist davon auszugehen, dass der Regionalrat dies bei seiner Priorisierung entsprechend berücksichtigen wird.“ Wann eine Entscheidung fällt, könne die Stadt aber nicht sagen.

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