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Pressespiegel:

Eschweiler, 02. März 2020

„Schulmanager“ soll Lehrer entlasten

Nadine Leonhardt eindeutig zur SPD-Bürgermeisterkandidatin gewählt. Mehr Bürgerbeteiligung im Blick.

Wir zitieren die Eschweiler Nachrichten / Zeitung vom 02.03.2020 (Von Carsten Rose)

Noch bevor Nadine Leonhardt die 61 SPD-Deligierten im Talbahnhof ein letztes Mal von sich überzeugen wollte, noch bevor die 42-Jährige aus Kinzweiler schließlich mit 59 Ja-Stimmen bei einer Ablehnung und einer Enthaltung offiziell zur Bürgermeisterkandidatin der Sozialdemokraten gewählt wurde, ließ SPD-Chef Oliver Liebchen keinen Zweifel daran, welche drei übergeordneten Ziele die Partei für und mit der Wahl im September hat. Man wolle die stärkste Kraft in Eschweiler bleiben. Man werde jegliche Zusammenarbeit mit der AfD, die sich nun auch an der Inde zu gründen scheint, ablehnen. Aber nicht zuletzt wolle die SPD „den Ex-Prinzen in die Schranken weisen“, der sich zwar als „unabhängig“ präsentiere, dies aber nicht sei. Gemeint ist Patrick Nowicki, der parteilose Kandidat von CDU und FDP.

Wofür Nadine Leonhardt als Kandidatin und potenzielle Bürgermeisterin stehen will, ist im Folgenden zusammengefasst.

Bürgernähe: „Ich möchte Initiativen und Ideen in den Stadtteilen unterstützen und Orte der Begegnung für Jung und Alt schaffen.“ Der unmittelbare Kontakt zu möglichst allen Eschweilern ist ein wichtiges Anliegen Leonhardts. Zu wissen, was in den einzelnen Stadtteilen gebraucht und gefordert wird, möchte sie in einer „breit angelegten Befragung“ herausfinden – denn die „Zeiten, in denen die Politik allein entscheidet, sind vorbei“. Diesen Ansatz verfolgt die Stadt neuerdings auch sehr konkret, hatte sie erst im Sommer 2019 zwei sogenannte Sozialplaner eingestellt, die die Bedürfnisse in den einzelnen Sozialräumen Eschweilers erfassen sollen.

Das Rathaus wolle Leonhardt digital modernisieren, um Hürden zwischen Verwaltung und Bürgern abzubauen. Heißt: Das Rathaus soll als nahbarer Dienstleister wahrgenommen werden, wie es die Bürger „auch aus ihrem sonstigen Umfeld gewohnt sind“. Als konkretes Beispiel nennt sie einen für alle nutzbaren Online-Belegungsplan für die Eschweiler Sportstätten, der eine Entlastung für die Verwaltungsmitarbeiter bedeuten könnte.

„Ich möchte Orte der Begegnung für Jung und Alt schaffen.“
Nadine Leonhardt

Stadt am Wasser: Die Inde im Stadtzentrum ist ein Thema, das den Wahlkampf mitbestimmen wird. „Umfeld und Zeitpunkt sind geeignet, jetzt einen ernsthaften Impuls für eine wegweisende Fortentwicklung unserer Innenstadt zu initiieren“, sagt Leonhardt. Auch in diesem Prozess sollen die Bürger entscheidend mitwirken: Jeder soll sich mit Ideen einbringen können. Realistische Vorstellungen könnten laut Leonhardt auch mit den Finanzspritzen im Rahmen des Strukturwandels umgesetzt werden.

Kita, Schule und Jugend: Leonhardt, die seit 2011 in einer wissenschaftlichen Abteilung der FH Aachen arbeitet, möchte für die Eschweiler Schulen einen „Schulmanager“ einführen. Der- oder diejenige soll die Lehrer bei der Verwaltungsarbeit entlasten, mit denen sie „überlastet“ seien. Lehrer sollten sich auf „unsere Kinder und Jugendlichen“ konzentrieren. Die Bereiche Kita und Offene Ganztagsangebote bleiben für die Fraktionsvorsitzende eine „Herzensangelegenheit“.

Leonhardt setzt sich und ihrer Partei ebenfalls das hohe Ziel, die hiesigen Schulen in der Region für die Qualität der Ausbildung in Sachen Digitalisierung zum „Spitzenreiter“ zu machen.

Ihren beruflichen Hintergrund möchte die 42-Jährige nutzen, „um mit den Hochschulen in Aachen neue Projekte für die Kinder und Jugendlichen in Eschweiler auszuarbeiten“. Davon solle der Vereinssport profitieren, aber auch das generelle Interesse an neuen Hobbies geweckt werden.

Verkehr: „Warum entwickeln wir Eschweiler nicht als Modellstadt für einen kostengünstigen Nahverkehr mit einer hohen Taktung und guten Umsteigemöglichkeiten?“, fragt Leonhardt. Ein Cityticket für einen „bezahlbahren Nahverkehr“, das noch dieses Jahr eingeführt werden solle, sei der erste Schritt. Ein attraktiveres ÖPNV-Angebot sei laut Leonhardt indes kein Signal gegen den Autoverkehr. Sie möchte einen „Verkehrsmix ermöglichen, der allen zugutekomme“. „Moderne Mobilität“ ist ein zentraler Punkt ihres Wahlprogramms.

Wohnen und Arbeit: „Ich möchte prüfen lassen, ob und in welchen Formen die Stadt selbst über eine Wohnungsbaugesellschaft in Zukunft Wohnungen zu günstigen Mieten bauen kann“, betont Leonhardt. Sie möchte einen Weg finden, die Eschweiler künftig vor steigenden Mietpreisen zu bewahren.

Bezahlbares Wohnen stehe im direkten Zusammenhang mit guten Jobs: Im Strukturwandel ist es eine Vision Leonhardts, ein „Innovationszentrum“ in Eschweiler aufzubauen. Dort sollen „Firmengründungen ihre ersten Schritte gehen können“.

Daseinsvorsorge: Als Bürgermeisterin möchte Nadine Leonhardt das Projekt Kommunales Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) vorantreiben. Politisch herrscht bereits Konsens, dass die Stadt diese Möglichkeit prüfen und ein Konzept erarbeiten soll. Die AOK als beratende Krankenkasse stellte die Grundzüge eines MVZ im November der Politik vor. Ein solches Zentrum trage laut Leonhardt auch dazu bei, die Basis für ein „gutes und selbständiges Leben im Alter“ zu bereiten. Einem möglichen „Mangel an Haus- und Kinderärzten“ könne die Stadt „heute schon aktiv entgegenwirken“.

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